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Herzlich willkommen!

auf der Homepage zum Kongress »Bewegte Kindheit« in Osnabrück

Bewegung ist Motor der Entwicklung und Ausdruck der Lebensfreude von Kindern. Über Bewegung eignen sie sich die Umwelt an und gewinnen Erfahrungen über sich selbst und ihr soziales Umfeld. Ausreichende Bewegungsmöglichkeiten gehören zu den Voraussetzungen für Gesundheit und Wohlbefinden.

Dies gilt für alle Kinder – unabhängig von ihren Entwicklungsvoraussetzungen, ihrem kulturellen Hintergrund und ihrer sozialen Herkunft. Bewegung, Spiel und Sport können dazu beitragen, die Bildungschancen aller Kinder zu verbessern.

Seit 1991 werden an der Universität Osnabrück regelmäßig bundesweite Kongresse zum Thema »Bewegte Kindheit« durchgeführt. Die Veranstaltungen beschäftigen sich mit der Frage, wie Bildungsprozesse durch Bewegung unterstützt werden können und die Entwicklung von Kindern durch Bewegung gefördert werden kann. Einen Rückblick über die Kongresse seit 1991 finden Sie unter Chronik. Der 10.Kongress Bewegte Kindheit fand im März 2016 statt. Eine Übersicht über Themen und Veranstaltungen erhalten Sie unter Programm 2016 und in der folgenden Berichterstattung. 

Noch steht nicht fest, wann der 11. Osnabrücker Kongress stattfinden wird. Aufgrund der vielen Nachfragen weisen wir jedoch darauf hin, dass es im Jahr 2017 keinen Kongress geben wird.

Geplant sind allerdings für März 2017 zwei Fachtagungen, die wesentliche Themen der Kongresse Bewegte Kindheit aufgreifen.

Am 16. März 2017 wird es eine Fachtagung zum Thema „Sprache und Bewegung“ geben.

Am 27. März 2017 wird sich eine weitere Tagung mit dem Thema „Sport mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen“ befassen.

 

 


 

 

Beide Tagungen werden im Schloss der Universität Osnabrück stattfinden.

Hierzu erhalten Sie in Kürze an dieser Stelle weitere Informationen! 

 

Nachfolgend finden Sie einen Rückblick auf den Kongress 2016.

Osnabrücker Kongress „Bewegte Kindheit" mit 3.000 TeilnehmerInnen farbenfroh eröffnet

Jonglage Rhythmus, Tanz, Artistik - mit bewegten und bewegenden Künsten des „Kinderzirkus Luftikus" der Grundschule Bissendorf ist vor 3.000 TeilnehmerInnen der 10. Kongress „Bewegte Kindheit" in der OsnabrückHalle fröhlich und farbenfroh eröffnet worden. Der gemeinsam von Universität Osnabrück und dem Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) veranstaltete und seit Monaten ausgebuchte Kongress ist bundesweit die größte und renommierteste Veranstaltung zur frühkindlichen Bildung und Entwicklung. Über drei Tage stehen mehr als 150 Vorträge, Seminare und Workshops auf dem Programm. Im thematischen Fokus des diesjährigen Kongresses steht die Frage, wie durch Bewegung, Spiel und Sport die soziale Teilhabe und Inklusion von Kindern gefördert werden kann. Ein eigenes Forum wird dabei auch beleuchten, wie Kinder aus geflüchteten Familien von Anfang an pädagogisch begleitet, im Hier und Jetzt ankommen und dabei auch die deutsche Sprache lernen können.

Kongressleiterin Prof. Dr. Renate Zimmer wies entsprechend zur Begrüßung auf die „hohe bildungspolitische Aktualität des Jubiläumskongresses in turbulenten Zeiten“ hin. ErzieherInnen, die oftmals unter ungenügenden Rahmenbedingungen hohen Ansprüchen gerecht werden sollten, seien nun herausgefordert, die Integration von Kindern mit Fluchterfahrung von Anfang an zu gewährleisten: „KiTas als Orte der sozialen und kulturellen Vielfalt sind hierfür ohne Frage ideal geeignet, brauchen aber entsprechende Ressourcen und Unterstützungsangebote“ unterstrich sie. Wichtig sei „zunächst einmal einen guten Zugang zu den Kindern zu finden, Beziehungen zwischen Kindern und pädagogischer Fachkraft aufzubauen und Interaktionen zwischen den Kindern zu stärken.“ Der Erwerb der deutschen Sprache gelinge umso besser, je mehr dies an authentische, bedeutsame Situationen geknüpft sei und je mehr die Sprachlernsituationen in motivierende Kontexte eingebunden sind – auch hier komme der Bewegung eine besondere Bedeutung zu.

 

Grundsätzlich unterstrich Zimmer die Bedeutung von Spiel, Sport und Bewegung, um soziale Nachteile auszugleichen und die Inklusion zu befördern. Hiermit könnten die individuellen Stärken und Ressourcen eines jeden Kindes entfaltet und ihr Selbstwirksamkeits- und damit ihr Selbstwertgefühl gestärkt werden – und zwar unabhängig vom sozialen Status und dem elterlichen Bildungshintergrund.

 

"Wir wollen das schaffen!"

Scharfe Kritik übte die Kongressleiterin an der Flüchtlingspolitik vieler europäischer Länder: „Jedes Kind hat das Recht auf Bildung und Teilhabe und dafür setzen wir uns ein“. Für ihr abschließendes kämpferisches „Wir wollen das schaffen!“ bekam sie Standing Ovations der 3.000 TeilnehmerInnen.

Bettina Bundszus-Cecere, Abteilungsleiterin für Kinder und Jugend im Bundesfamilienministerium, dankte Prof. Dr. Renate Zimmer als Erstes „für Ihre Worte, Ihre Haltung und Ihren Mut“ und lobte die „wichtige und richtige Themenwahl des Kongresses“. Nach dem quantitativen Ausbau der KiTas komme es nun darauf an, konsequent die Qualität zu verbessern, um „gute Bildung und Teilhabechancen für alle Kinder von Anfang an“ zu gewährleisten. Der Bund unterstütze die Qualitätsentwicklung unter anderem derzeit durch das Programm „Kita Plus“, mit dem zum Beispiel Alleinerziehenden oder Schichtarbeitern passgenauer Betreuungszeiten geboten werden sollen, durch ein Programm zur Kindertagespflege und durch die Weiterführung des Programms der Sprach-KiTas, mit denen die Sprachförderung insbesondere von Kindern mit Migrationshintergrund verbessert werden soll.

 

 

800.000 neue KiTa-Plätze und Qualitätsoffensive notwendig

Eine neue Herausforderung stellten nun die Kinder mit Fluchterfahrungen dar. Grundsätzlich gelte: „Je mehr und je früher diese Kinder in die KiTas kommen, Deutsch lernen und Freunde finden, umso besser.“ Die KiTa biete die Chance, über die Kinder auch die Integration der ganzen Familie auf den Weg zu bringen. Allerdings müssten für die Kinder mit Fluchterfahrungen in den nächsten Jahren 800.000 neue KiTa-Plätze geschaffen und mit einer Qualitätsoffensive verbunden werden, durch die auch der Job der Erzieherin an Attraktivität gewinnen müsse.

„Es ist also noch viel zu tun, um bundesweit gute und gleichmäßige Qualität in den KiTas zu gewährleisten“ resümierte Bundszus-Cecere. Hoffnung setzte sie dabei auf einen runden Tisch mit Vertretern von Bund, Ländern, Kommunen, freien Trägern und Gewerkschaften, der hierzu einen ersten Fahrplan und die Erklärung „Frühe Bildung lohnt sich“ entwickelt habe. Ob am Ende ein Bundesqualitätsgesetz dabei herauskommt, ließ Bundszus-Cecere allerdings offen.

 

Wechselbeziehung von Bildung und Gesundheit

Uwe Meyeringh, Vorstand der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen, hob die Bedeutung der Gesundheit von Kindern und ErzieherInnen in seinem Grußwort hervor: „Wer frühkindliche Bildung fördert, muss Gesundheit fördern“ sagte er und wies auf das enge Wechselverhältnis von Bildung und Gesundheit hin. Durch das von Susanne Viernickel und Anja Voss erarbeitete Konzept „Gute gesunde KiTa“ unterstützten die Unfallkassen die präventive Gesundheitsbildung in KiTas ganz konkret. Zudem kündigte Meyeringh einen „hoch dotierten“ Preis für gesundheitsfördernde KiTas an.

Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke wie auch Osnabrück Oberbürgermeister Wolfgang Griesert hoben die „nationale wie internationale hohe Reputation“ des Kongresses Bewegte Kindheit hervor und dankten der Ende März aus dem Universitätsdienst ausscheidenden Renate Zimmer für ihr „unermüdliches Engagement“. Die von ihr etablierte Forschung und der Transfer zur frühkindlichen Bildung und Entwicklung, so Lücke, würden in Kooperation von Universität und nifbe aber weiter geführt. Er setze auf einen „Bewegten Ruhestand“ von Renate Zimmer, so dass „hoffentlich auch der Kongress“ weiter geführt werden könne.

 

Keine Bildung ohne Beziehung

In seinem Eröffnungsvortrag beleuchtete der Neurobiologe und Mediziner Prof. Dr. Joachim Bauer die „Bedeutung kindlicher Beziehungserfahrungen aus neurobiologischer Sicht“. Er unterstrich dabei die zentrale Bedeutung von Haltung und Beziehung in der pädagogischen Praxis: "Der wichtigste Energielieferant für Kinder sind andere Menschen, die mit Interesse und Wohlwollen auf sie schauen.“ In Beziehung zu anderen Menschen aktivierten sich die Motivationssysteme des kindlichen Gehirns in mehrfacher Weise durch die Freisetzung von „Glücks“--Botenstoffen. Bauer resümierte: „Im Zentrum einer guten Beziehung zwischen Kindern und ihren pädagogischen Begleitern stehen Spiegelungs- und Resonanzprozesse. Kinder und Jugendliche erleben, welche Resonanzen sie in ihren pädagogischen Bezugspersonen auslösen. Die Resonanzen, die sie in Erwachsenen hervorrufen, kehren zum Kind zurück und prägen seine Entwicklung."

 

 

„Je kleiner die Kinder, desto schwieriger und anspruchsvoller ist der Job!“

Aufgrund „gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse“ seien die ersten beiden Lebensjahre eine besonders sensible Phase, in der prompte Resonanz und Spiegelung der Erwachsenen notwendig seien. Daher bräuchten Kinder bis zum 24. Monat in der Krippe ein Mindestschlüssel von 1 Erzieherin zu 3 Kindern und er schloss unter dem stürmischen Applaus der Fachkräfte „Je kleiner die Kinder, desto schwieriger und anspruchsvoller ist der Job!“

Dr. Karsten Herrmann

 

Bildungsministerin Wanka: Inklusion und Bildungsgerechtigkeit als Ziel

Zum Auftakt des zweiten Kongresstages der „Bewegten Kindheit!“ in Osnabrück begrüßte Bildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka die 3.000 Pädagogischen Fachkräfte. Sie zollte dem innovativen Ansatz des mitveranstaltenden Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) Respekt und äußerte „große Sympathie für das, was das nifbe mit seinem Motor Renate Zimmer in den letzten Jahren geleistet habe.“ Explizit benannte sie dabei den „ungeheuer schwierigen flächendeckenden Transfer“ von neuen Forschungsergebnissen und –konzepten in die Praxis der KiTas. Als zentrale Aufgabe und Herausforderung im frühkindlichen Bereich hob sie die Inklusion und soziale Teilhabe aller Kinder und damit die Verwirklichung von Bildungsgerechtigkeit hervor.

 

 

 

Bewegung und Sport unterstützen soziale Teilhabe

Bewegung, Spiel und Sport, so die Bildungsministerin, seien dabei ideale Ansatzpunkte, um die soziale Teilhabe und Inklusion zu unterstützen. Dies zeige der Kongress an vielen Beispielen auf. Besonders beeindruckt zeigte sie sich von den aktuellen Projekten von Prof. Dr. Renate Zimmer, mit denen geflüchteten Kindern und Jugendlichen in Erstaufnahmeeinrichtungen ein Ankommen im Hier und Jetzt und der erste Kontakt mit der deutschen Sprache geboten werde. Die nun zunehmend in die KiTas kommenden Kinder mit Fluchterfahrungen seien eine „große Herausforderung“ für die Bildungspolitik, der Bund und Länder mit einer konzertierten Aktion begegnen müssten.

Schon jetzt fördere ihr Ministerium die frühkindliche Bildung mit verschiedenen Programmen und Projekte führte die Bildungsministerin aus. Angesichts der Erkenntnis, dass viele Sprachförderprogramme bisher nicht gewirkt hätten, sei gemeinsam mit den Ländern so die Initiative „Bildung durch Sprache und Schrift“ (BISS) gestartet worden, um zielgerichtet wirksamere Konzepte zu entwickeln. Die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WIFF) unterstütze insbesondere Aus- und WeiterbildnerInnen in der frühkindlichen Bildung und das breite Programm „Kultur macht stark“ versuche insbesondere Kinder aus bildungsfernen Familien zu erreichen. In jedem dritten Projekt spiele dabei auch die Bewegung eine zentrale Rolle. Diese und weitere Erkenntnisse der Bildungsberichterstattung unterstrichen die Bedeutung der Bewegung sowohl für eine gelingende soziale und kulturelle Inklusion wie auch für gelingende Übergänge zwischen den Bildungseinrichtungen.

„Hochachtung“ zollte die Bildungsministerin auch angesichts der neuen Herausforderung durch Flüchtlingskinder der „Leistung von ErzieherInnen“ und appellierte abschließend: „Wir müssen uns alle kümmern und einmischen und genau dazu müssen wir auch unsere Kinder und Jugendlichen motivieren“.

 

Bildungspotenzial von Bewegung

Wie Bewegung bildet und zur Inklusion beitragen kann, zeigte dann Kongressleiterin Prof. Dr. Renate Zimmer in ihrem Vortrag mit vielen bewegenden Bildern und freute sich über die Gelegenheit ihre Botschaft „gleich an die Spitze der Bildungspolitik“ übermitteln zu können. Bewegung sei der Ausgangspunkt für die Aneignung der Welt und in den ersten Jahren ideal „um Kraftquellen zu erschließen und Ressourcen jedes einzelnen Kindes zu entfalten“. Sie hob das Bildungspotenzial von Bewegung insbesondere auch im Hinblick auf die Integration von Kindern mit Fluchterfahrung von Anfang an hervor. Hierüber könne auch die deutsche Sprache als „Schlüssel zur Integration und Bildung“ vermittelt werden. Die im Rahmen des nifbe entwickelten Sprachförderansätze würden daher auch in den Alltag der KiTa integriert und setzten bei den Stärken der Kinder wie zum Beispiel auch der Lust an Bewegung an. „Sprachförderung benötigt authentische, für das Kind bedeutsame Situationen, sie muss dialogisch orientiert sein und mit viel Mimik und Gestik begleitet werden“ fasste sie zusammen. Zimmer stellte auch neue Zugänge zum Lesen über Bewegung vor, die in den beiden Projekten „Geschichten bewegen“ und „LOSlesen“ erprobt und sehr positiv evaluiert worden seien.

In einem anschließenden Rundgang mit Prof. Dr. Renate Zimmer informierte sich Bildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka unter anderem am nifbe-Stand über die neuesten Publikationen für den Transfer und diskutierte mit der Institutsdirektorin über die aktuellen Entwicklungen und Pläne im nifbe.

Dr. Karsten Herrmann

 

Großes Finale beim Kongress Bewegte Kindheit mit Bundespräsident a.D. Christian Wulff

Mit einer emotionalen und von fantastischer Stimmung getragenen Abschlussgala ging der 10. Kongress „Bewegte Kindheit“ am Samstag nach drei Tagen und über 150 Vorträgen, Seminaren und Workshops zu Ende – und mit Standing Ovations und mancher kleinen Träne verabschiedeten die 3.000 Pädagogischen Fachkräfte auch Renate Zimmer als Leiterin und Herzstück des Kongresses.

Die Nerven des Kongresspublikums traf Bundespräsident a.D. Christian Wullf mit seinem von Humanität und Toleranz geprägten Abschlussvortrag, der sich auch zentralen Themen der frühkindlichen Bildung widmete. Zu Beginn richtete er jedoch schon eine kleine Hommage an Kongressleiterin Renate Zimmer: „Sie haben wirklich Großes geleistet in den letzten 25 Jahren.“ Zimmer habe als eine der ersten die frühkindliche Bildung hoffähig gemacht, einen der größten Bildungskongresse in Europa etabliert und das Niedersächsische Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) zu einem bundesweiten Vorreiter in der Verbindung von Forschung und Praxis gemacht.

Dann widmete sich Wulff der durch Terror, Kriege und Flüchtlingsströme beherrschten aktuellen Situation in der Welt und einer „großen Verunsicherung“, die Deutschland ergriffen habe“. „Wir dürfen uns nicht spalten lassen und in vergangen geglaubte Zeiten zurückfallen“ rief er dem Publikum zu und unterstrich die „unantastbare Würde und die Freiheit eines jeden einzelnen Menschen in unserem Land“. Im Hinblick auf die nach Europa flüchtenden Menschen sagte er „Für ein Volk von 500 Millionen Europäern sollte es doch kein Problem sein, 3 Millionen Flüchtlinge aufzunehmen. Das muss doch zu schaffen sein!“

 

"Kinder Kinder sein lassen!"

Eindringlich plädierte der ehemalige Bundespräsident in diesem Sinne auch dafür, „unsere Kinder zu einer weltoffenen, neugierigen Haltung zu erziehen“ – in Familie, KiTa und Vereinen. Dann seien sie der „Schlüssel für eine bessere Welt“. Er kritisierte den „Optimierungswahn bei Kindern“, der „eine Welle von Arzt- und Therapeutenbesuchen“ zur Folge hätte. Er habe in den vergangenen Jahren selber gelernt, dass „eine gelassene Beziehung wichtiger ist als hektische Erziehung. Wir sollten unserer „Kinder Kinder sein lassen“ folgerte er unter dem Applaus der KongressteilnehmerInnen.

Zum Schluss hatte Wullf noch ein dickes Lob für die frühpädagogischen Fachkräfte parat, die „vieles auf- und abfangen müssen, was in den Familien schief läuft“ und die eine „ungeheuer große Verantwortung“ tragen würden: „Ihre Arbeit kann gar nicht genug gewertschätzt werden, denn in den ersten Jahren werden die entscheidenden Grundlagen für die gesamte spätere Biographie gelegt“ sagte Wulff.

 

Rückblick 25 Jahre Kongress und Würdigung Renate Zimmer

Einen kurzweiligen Ausflug in die 25jährige Kongressgeschichte unternahmen Heinz Hundeloh und Prof. Dr. Ina Hunger vom Kongressausschuss. Die „Bewegte Kindheit“ sei immer „ein Spiegelbild der Frühkindlichen Bildung“ gewesen, in dem sich auch Umbrüche und ein stetiger Bedeutungszuwachs ablesen ließen. Im Fokus hätte dabei die Trias aus „Bildung, Gesundheit und Bewegung“ gestanden, ab 2013 auch zusätzlich die Inklusion mit all ihren Facetten der Verschiedenheit – bis aktuell hin zu den Kindern mit Fluchterfahrung in der KiTa. Ina Hunger resümierte: „Der Kongress Bewegte Kindheit ist eine einmalige Erfolgsgeschichte mit internationaler Strahl- und Leuchtkraft“ und dies sei Prof. Dr. Renate Zimmer zu verdanken – mit ihrer „ausgewiesenen Kompetenz“, mit ihrer „zwischenmenschlichen Wärme“ und ihrer „heißen Leidenschaft bei bildungspolitischen Themen oder auch bei einem abendlichen Tanz auf dem Parkett.“ All das vereine sich zu einem „großartigen und nachhaltigen Schaffen, kurz: Renate Zimmer bewegte die frühe Kindheit!“

 

"Frei werdende Energie" wird für frühkindliche Bildung eingesetzt

Und so wurde die Ende März aus dem Universitätsdienst ausscheidende, aber nifbe-Direktorin bleibende Prof. Dr. Renate Zimmer schließlich in einem großen Bühnenfinale mit Gesang, Konfettiregen und Standing Ovations der 3.000 TeilnehmerInnen verabschiedet. Ob und wann es einen nächsten Kongress Bewegte Kindheit“ geben wird, blieb dabei in den Sternen. Aber eines versprach Renate Zimmer dem Publikum: „Die mit meinem Universitätsabschied frei werdenden Energie werde ich für Sie einsetzen!“

Dr. Karsten Herrmann

 

Programm zum 10. Osnabrücker Kongress »Bewegte Kindheit« 2016

Die Programmbroschüre ist erschienen. Sie ist ab sofort auch als Download verfügbar. Der zeitliche Ablauf einschließlich aller Hauptvorträge, Foren, Seminare und Workshops kann unter der Rubrik "Programm" eingesehen werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

10. Osnabrücker Kongress »Bewegte Kindheit« 2016 vom 3. bis 5. März 2016

Der Osnabrücker Kongress «Bewegte Kindheit» feiert nach 25 Jahren Kongressgeschichte sein "doppeltes" Jubiläum!

Freuen Sie sich auf ein interessantes und abwechslungsreiches Kongressprogramm:
Über 150 renommierte Referent/innen aus dem In- und Ausland garantieren anspruchsvolle Kongressinhalte. In den Vorträgen, Seminaren und Workshops werden aktuelle bildungspolitische Themen behandelt, wissenschaftliche Erkenntnisse vorgestellt und Inhalte praxisnah vermittelt.

Auf unserer Fachausstellung präsentieren sich Informationsstände, Buchhandlungen und Verlage, Sportgerätehersteller, Spielraumgestalter und viele mehr. Beim „Kongressabend“ am 4.März 2016 in der OsnabrückHalle erwartet Sie ein besonderes Kulturprogramm.

Wir hoffen, Sie im März nächsten Jahres in Osnabrück begrüßen zu können!

 

Kongress-Flyer zum 10. Osnabrücker Kongress »Bewegte Kindheit« 2016

Werfen Sie einen Blick in unseren neuen Kongress-Flyer.

Flyer Bewegte Kindheit 2016

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Bericht über den 9. Osnabrücker Kongress »Bewegte Kindheit« 2015

Bewegungschancen bilden

Ab sofort ist die Dokumentation über den Kongress »Bewegte Kindheit« 2015 unter anderem direkt beim Hofmann Verlag erhältlich. Die Kongressdokumentation 2015 kostet 26,95 €.

Bewegung birgt vielfältige Chancen für Kinder, für ihre Gesundheit, aber auch für ihre Bildung und Entwicklung. 

Kindern muss man diese Bewegungs- und damit Bildungschancen aber auch ermöglichen. Nicht jedes Kind hat aufgrund seiner individuellen Lebenssituation, seinen körperlichen oder psycho-sozialen Voraussetzungen die Chance, selbsttätig Bewegungsaktivitäten nachzugehen. Nicht jedes Kind darf aufgrund der sie erziehenden Personen die Chance ergreifen, aktiv seine Umwelt zu erkunden und dabei sich selbst und seine Fähigkeiten zu erproben. Nicht jedes Kind wächst in einem Milieu auf, das die Entwicklungsmöglichkeiten durch Bewegung (er-)kennt. Nicht jedes Kind wird in einer Umgebung groß, die zu Bewegung anregt oder Bewegungsaktivitäten überhaupt zulässt. 
Auf die Bildungschancen durch Bewegung und gleichsam auf die unterschiedlichen sozialen Startchancen aufmerksam zu machen, war eines der Hauptziele des 9. Osnabrücker Kongresses "Bewegte Kindheit". Die vorliegende Dokumentation gibt einen großen Teil der auf dem Kongress gehaltenen Vorträge, Seminare und Workshops wieder. Zu den Referentinnen und Referenten gehören u. a. Martina Blasberg-Kuhnke, Klaus Fischer, Detlev Ganten, Reiner Hildebrandt-Stramann, Heinz Hundeloh, Ina Hunger, Gisela Lück, Simone Seitz, Shunichi Tazuke, Wolfgang Tietze, Renate Zimmer, Sergio Ziroli.

Verlag: Hofmann, Schorndorf 2016
ISBN 978-3-7780-8970-5
400 Seiten, EUR 26,00

Das war »Bewegte Kindheit« 2015...

Zum Rückblick mit vielen Fotos vom Kongress 2015, Pressetexten, dem Kongresslied und anderen Downloads sowie vielem anderen mehr gelangen Sie hier: Das war »Bewegte Kindheit« 2015...

 

Die Geschichte der »Bewegten Kindheit« (1991 - 2016)

Kinder haben ein Recht auf Bildung, sie haben auch ein Recht auf Spiel und Bewegung. Seit 1991 setzen sich Organisator/innen und Teilnehmer/innen des bundesweiten Kongresses »Bewegte Kindheit« für die Erfüllung dieser Rechte und für eine Verbesserung der Bildungschancen von Kindern ein. Damit kann der Kongress "Bewegte Kindheit" auf eine lange Tradition zurückblicken.

1991 fand in Osnabrück der erste bundesweite Kongress „Kinder brauchen Bewe­gung – brauchen Kinder Sport?“ statt. Er hatte mit rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine beachtliche Resonanz. 1996 folgte „Bewegte Kindheit“ mit 1.700 Teilnehmer/innen. Seither ging es in immer kürzeren Abständen und mit immer größeren Teilnehmerzahlen weiter. 2000 fand der 3. Osnabrücker Kongress „Kindheit in Bewegung“ statt, fast 2.000 Fachleute nahmen teil. Im Jahr 2003 waren es 2.500 Teilnehmer/innen. Alle Veranstaltungen waren bereits zwei Monate vor Beginn ausgebucht. Es hatte sich herumgesprochen, dass die Kongresse mit der einmaligen Mischung von Theorie und Praxis, mit wissenschaftlichem Input und praxisorientierten Workshops viel zu bieten haben.

Innerhalb der letzten 25 Jahre ist der Kongress stetig gewachsen und bekannter geworden. Inzwischen ist er mit über 3.000 Teilnehmer/innen aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland die bundesweit größte Veranstaltung zur frühkindlichen Bildung.

 

 Zentrale Themen der Kongresse waren bisher:

  • Entwicklungsbegleitung von Kindern unter 3 Jahren
  • Übergang Familie, Kita – Grundschule
  • Bewegung und Gesundheit/Wohlbefinden
  • Sprache und Bewegung
  • Rhythmus – Tanz – Musik
  • Bewegtes Lernen
  • Psychomotorik
  • Bewegung und Entspannung
  • Gestaltung von Spiel- und Bewegungsräumen
  • Geschlechtsspezifische Bewegungssozialisation
  • Individuelle Förderung von Kindern mit Entwicklungsauffälligkeiten
  • Soziale Chancen durch Bewegung, Spiel und Sport
  • Inklusion
  • Bewegung in Studium und Ausbildung

 

Zu den Zielgruppen des Kongresses gehören:

Erzieher/innen, Lehrer/innen an Grund- und Förderschulen, Übungsleiter/-innen, Tagespflegepersonen, Lehrkräfte an Berufsfachschulen und Fachschulen für Sozialpädagogik, Sozialpädagog/innen, Motolog/innen, Motopäd/innen, Heilpädagog/innen, Ärzt/innen, Psycholog/innen, Physiotherapeut/innen und Ergotherapeut/innen.

 

Kongressdokumentationen

Die Vorträge, Seminare und Workshops aller Kongresse wurden jeweils in einer Dokumentation zusammengefasst. Eine Übersicht über alle Kongressbände finden Sie hier.

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AKTUELLES

FACHTAGUNGEN IM MÄRZ 2017

Am 16. März 2017 wird es eine Fachtagung zum Thema „Sprache und Bewegung“ geben.
Am 27. März 2017 wird sich eine weitere Tagung mit dem Thema „Sport mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen“ befassen. 
Hierzu erhalten Sie in Kürze an dieser Stelle weitere Informationen! 

FOTORÜCKBLICK

Ab sofort finden sie hier einen Fotorückblick zum Kongress 2016.

VERANSTALTUNGSSKRIPTE ONLINE

Von einigen Workshops und Seminaren stehen Veranstaltungsskripte zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass der Zugriff nur über Ihr Online-Teilnehmerkonto möglich ist, mit dem Sie zum Kongress angemeldet waren.

KONGRESS BEWEGTE KINDHEIT AUSGEBUCHT!

Fast 3 Monate vor Kongressbeginn war der Kongress mit über 3.000 Teilnehmern bereits restlos ausgebucht.