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RÜCKBLICK FACHTAGUNGEN 2017

Am 27.03.2017 hat sich eine Tagung mit dem Thema "Bewegung schafft Begegnung. Bewegung, Spiel und Sport mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen" befasst.

Eine Pressemeldung über die Fachtagung ist hier zu finden.

Dabei sein ist einfach – im Sport jedenfalls! Bewegung, Spiel und Sport machen es möglich, dass Kinder und Jugendliche sich zunächst auch ohne Worte begegnen und im gemeinsamen Tun zueinander finden. Bewegung, Spiel und Sport stellen universelle Phänomene dar, die Sprach- und Kulturgrenzen überbrücken und gemeinschaftsstiftende Potenziale enthalten. Gleichzeitig werden an ihnen alltägliche Differenzen deutlich. 

Für die Gestaltung von Sport- und Bewegungsangeboten stellen sich konkrete Fragen:
Inwiefern können Bewegung, Spiel und Sport Kinder und Jugendlichen das Ankommen und Orientieren in einer unbekannten räumlich-sozialen Umgebung erleichtern? Wie gelingt es mit Bewegungsräumen auch Begegnungsräume zu schaffen? Inwiefern können dabei Gemeinsamkeiten betont und Unterschiede berücksichtigt werden? Wie können über Bewegung Sprachanlässe geschaffen und die sprachlichen Kompetenzen aller Kinder individuell unterstützt werden?

Für Fachkräfte in der Praxis sind fachliches Wissen, aber auch Sensibilität im Umgang mit Heterogenität und auch Fremdheit von Bedeutung. Die Vorträge und Workshops der Fachtagung bieten hier vielfältige Zugänge. Darüber hinaus sollen konkrete Bewegungsangebote selber erfahren und dahingehend reflektiert werden, wie sie für die eigene Praxis in Kindergärten, Schulen, Vereinen und in informellen Gruppen genutzt werden können.

Die Workshop- und Referentenbeschreibungen finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Am 16.03.2017 hat eine Fachtagung zum Thema "Sprache bewegt! Im Spiel zur Sprache kommen" stattgefunden.

Sprache ist die Voraussetzung für gelingende Bildungsprozesse – aber wie kommt das Kind zur Sprache? Wie kann der Spracherwerb aller Kinder - aber auch derjenigen, die einer besonderen Förderung bedürfen - unterstützt werden?  Kinder eignen sich die Sprache vorwiegend spielerisch an – sie  brauchen jedoch eine sprachanregende Umwelt, die sie zur Kommunikation einlädt und Sprachanlässe bietet.

Bei der Fachtagung werden Zugänge zur Sprache über Spiel und Bewegung im Vordergrund stehen. Sie setzen weniger an den Defiziten der Kinder an sondern an den Ressourcen eines Kindes, nutzen die schöpferischen Potenziale der Kinder und verbinden ihre Lust an der Bewegung mit der Lust an der Kommunikation.

In 2 Vorträgen und 10 Workshops werden die theoretischen Grundlagen einer bewegungsorientierten Sprachbildung vorgestellt und zahlreiche Beispiele – auch zum Selber Mitmachen – für eine Bewegte Sprachbildung gegeben, die sich spielerisch und gleichzeitig strukturiert und zielgerichtet im Alltag der Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege einsetzen lässt.

Die Fachtagung am 16. März 2017 war vollständig ausgebucht. Die Workshop- und Referentenbeschreibungen sind weiter unten auf dieser Seite zu finden.

Beide Tagungen haben im Schloss der Universität stattgefunden.

 

 

Am Montag, 27.03.2017, hat sich eine Fachtagung mit dem Thema "Bewegung schafft Begegnung. Bewegung, Spiel und Sport mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen" im Schloss der Universtiät Osnabrück befasst. 

Dabei sein ist einfach - im Sport jedenfalls! Bewegung, Spiel und Sport machen es möglich, dass Kinder und Jugendliche sich zunächst auch ohne Worte begegnen und im gemeinsamen Tun zueinander finden. Bewegung, Spiel und Sport stellen universelle Phänomene dar, die Sprach- und Kulturgrenzen überbrücken und gemeinschafts-stiftende Potenziale enthalten. Gleichzeitig werden an ihnen alltägliche Differenzen deutlich.

Für die Gestaltung von Sport- und Bewegungsangeboten stellen sich konkrete Fragen:
Inwiefern können Bewegung, Spiel und Sport Kindern und Jugendlichen das Ankommen und Orientieren in einer unbekannten räumlich-sozialen Umgebung erleichtern? Wie gelingt es mit Bewegungsräumen auch Begegnungsräume zu schaffen? Inwiefern können dabei Gemeinsamkeiten betont und Unterschiede berücksichtigt werden? Wie können über Bewegung Sprachanlässe geschaffen und die sprachlichen Kompetenzen aller Kinder individuell unterstützt werden? Für Fachkräfte in der Praxis sind fachliches Wissen, aber auch Sensibilität im Umgang mit Heterogenität und auch Fremdheit von Bedeutung. Die Vorträge und Workshops der Fachtagung bieten hier vielfältige Zugänge. Darüber hinaus sollen konkrete Bewegungsangebote selber erfahren und dahingehend reflektiert werden, wie sie für die eigene Praxis in Kindergärten, Schulen, Vereinen und in informellen Gruppen genutzt werden können.

 

Hauptvorträge 

Prof. Dr. Renate Zimmer: Bewegung schafft Begegnung - Zur Bedeutung von Bewegungs-, Spiel- und Sportangeboten für die Integration geflüchteter Kinder und Jugendlicher

Prof. Dr. Zimmer ist Professorin für Sport- und Bewegungswissenschaften an der Uni Osnabrück und Direktorin des Niedersächsischen Institutes für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe). Ihre Arbeitsgruppe beschäftigt sich in verschiedenen Projekten mit integrationsfördernden Potenzialen von Bewegung, Spiel und Sport und mit den Chancen einer bewegungsorientierten Sprachförderung von Kindern mit Fluchtgeschichte.

Prof. Dr. Amara Eckert: Hilfe, mein Haus brennt - Wenn Kinder ihre belastenden Erlebnisse im Spiel thematisieren.

Prof. Dr. Eckert ist Professorin im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Soziale Arbeit an der Hochschule Darmstadt. Ihre Fachgebiete sind die Körperarbeit und Psychomotorik. 

 

 

Nachfolgend finden Sie die Kurzbeschreibungen zu den einzelnen Workshops.

Julia Bialek: Große Last auf kleinen Schultern – Grundlagen einer traumasensiblen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
Dieser Workshop führt in die Grundlagen der Psychotraumatologie ein und vermittelt Verständnis für besondere Entwicklungen eines Menschen nach traumatisierenden Lebenserfahrungen. Es werden praxisorientiertes Wissen zur Sensibilisierung für traumabezogene Ausdrucksweisen von Kindern und Jugendlichen vermittelt sowie Möglichkeiten alltagsorientierter und pädagogischer Unterstützung innerhalb der jeweiligen Angebote aufgezeigt.

Julia Bialek ist Dipl. Pädagogin und Physiotherapeutin und hat Zusatzqualifikationen als Traumapädagogin/Traumafachberaterin und systemische Familientherapeutin. Sie ist Mitgesellschafterin des  Traumapädagogischen Instituts Norddeutschland, das Fort- und Weiterbildungen zu traumapädagogischen Themenbereichen anbietet.

 

Ingrid Clausmeyer: Und alle drehen sich - Tanzen als Baustein systematischer Sprachförderung
Kindertänze können aufgrund ihrer textlichen Gestaltung vielfältige Anregungen zum Bewegungshandeln bieten. Das Umsetzen von Sprache in Bewegung, besonders in rhythmischen Zusammenhängen, hilft, neue Wörter zu verstehen und zu behalten und kann über Modelläußerungen auch den Erwerb grammatischer Strukturen begünstigen. Im Workshop werden die Kindertänze zunächst vorgestellt.  Zur Unterstützung des systematischen Spracherwerbs  soll das angebotene  Sprachmaterial gemeinsam analysiert  und im Hinblick auf Stolpersteine untersucht werden. Darüber hinaus werden methodische Hilfen zur sprachförderlichen Gestaltung thematisiert.

Ingrid Clausmeyer ist Dipl.Pädagogin und arbeitet in der Lehrerausbildung am Studienseminar und an der Uni Osnabrück. Darüberhinaus ist sie bundesweit als Referentin für bewegte Sprachförderung tätig.

 

 

 

Sebastian Häfker: Faires kämpfen - Berührungsängste abbauen und spielerisch demokratische Werte vermitteln

Das Projekt „FAIRES KÄMPFEN“ zielt darauf ab, anhand von Inhalten aus dem Judo, wie z.B. Partner- und Vertrauensübungen, Berührungsängste abzubauen, Teambildungsprozesse zu initiieren und die Grundlage für ein friedliches, interkulturelles Zusammenleben zu schaffen. Im Workshop wird ein Einblick in die praktische Umsetzung des Projekts gegeben.

Sebastian Häfker ist Polizeibeamter. Seit 2015 führt er auf Grundlage seines Konzeptes „FAIRES KÄMPFEN“ beheimatete und geflüchtete Menschen zusammen, um Berührungsängste abzubauen.

 

 

 

Antje Hemming: Mit Bewegung Herzen berühren – Sport mit geflüchteten Kindern
Viele Flüchtlingskinder haben in ihren Heimatländern und auf ihrem Weg zu uns Traumatisierendes erlebt. Bewegung und Sport können diese Kinder wieder mit einer Welt vertraut machen, in der sie ganz Kind sein dürfen. Dieser Workshop gibt einen kurzen Einstieg in die Grundzüge der Traumapädagogik und bietet zahlreiche Anregungen, die den natürlichen Bewegungsdrang der Kinder, ihr Selbstvertrauen, die Gemeinschaft und Integration fördern. Es werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Spiele unabhängig von der jeweiligen Muttersprache mit einer gemeinsamen Bilder- und Zeichensprache vermittelt werden können.

Antje Hemming arbeitet in der Lehrer- und Erzieherausbildung und ist seit über 15 Jahren als Fachreferentin für Bewegungserziehung tätig.

 

 

 

Liane Kirchhoff: Flüchtlingskinder willkommen! Hier bist du sicher, denn hier wird (Theater) gespielt
In diesem Workshop werden verschiedene Herangehensweisen der Theaterpädagogik erprobt, bei denen Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Herkunft die Chance haben, sich auf spielerischer Ebene zu begegnen. Zudem wird gezeigt, wie das Erproben von Alltagssituationen Grundlage von Theaterspiel sein kann. Im geschützten Rahmen werden auf der Plattform Theater das Erleben von Spielfreude und das Entdecken von persönlichen Stärken und Qualitäten im Vordergrund stehen.

Liane Kirchhoff ist als studierte Theaterpädagogin (BA) seit 2006 bei der theaterpädagogischen werkstatt (tpw) beschäftigt. Sie leitet dort seit einigen Jahren Theaterprojekte mit Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern. Letzte Produktion im Januar 2017: fremdsein. ein dialog.

 

Elisabeth König: Sprachbildung für alle - Bewegungsorientierte Unterstützung der Sprachentwicklung geflüchteter und nicht geflüchteter Kinder
Die Vielfalt an Sprachen und Kulturen in der Kita stellt eine Bereicherung dar. Die Sprachentwicklung aller Kinder individuell zu unterstützen ist jedoch auch mit Herausforderungen verbunden. Zur Bewältigung dieser Herausforderung eignen sich Zugänge, die alle Kinder – unabhängig von ihren sprachlichen Kompetenzen – erreichen. In diesem Workshop wird das Potenzial von Bewegung als Zugang zur Sprachbildung erfahren. Die TeilnehmerInnen lernen die einzelnen Bereiche der Sprachentwicklung kennen und erhalten Anregungen, wie diese durch Bewegung unterstützt werden können.

Elisabeth König ist M.A. Motologin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Bewegung und Psychomotorik am Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften der Uni Osnabrück. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt im Bereich der Bewegung und Sprache, speziell in der bewegungsorientierten Unterstützung der Sprachbildung geflüchteter Kinder und Familien.

 

 

Bastian Kuhlmann und Hannes Teetz: „Einfach“ Fußball – Wie das runde Leder alle begeistern kann
„Zwei Teams, ein Ball - auf geht´s!“ Ist es wirklich so einfach? Allzu häufig wird der Fokus im Fußball auf Leistung und Wettkampf gesetzt, sodass sich Begegnungen oft  nur bei leistungsstarken Kindern und Jugendlichen einstellen. Auf den Erfahrungen des sozialintegrativen Bundesprojektes „Kicking Girls“ aufbauend werden konkrete, praktische Übungen durchgeführt und gemeinsam reflektiert, wie die beliebteste Teamsportart möglichst Vielen zugänglich gemacht werden kann.

Bastian Kuhlmann (Dipl.-Päd.) arbeitet als Bereichsleiter hauptamtlich beim Verein Integration durch Sport und Bildung e.V. Er betreut dabei unterschiedliche sozialintegrative Projekte. Hannes Teetz (M. Ed.) leitet als hauptamtlicher Mitarbeiter beim Verein Integration durch Sport und Bildung e.V. das sozialintegrative Projekt Kicking Girls.

Marina Kuhr: Bilderbücher, die bewegen – Handlungsorientierte Vorleseangebote für Kinder mit Fluchthintergrund

Bilderbücher und Geschichten ermöglichen einen kindgerechten Zugang zu Sprache. Dabei muss es nicht immer ruhig und leise zugehen. Bewegung und Spiel sind insbesondere bei sprachlichen Hürden ein ganz besonderes Medium der Kommunikation und Sprachbildung. In diesem Workshop soll praxisnah aufgezeigt werden, wie Geschichten und Bilderbücher handlungsorientiert „gelesen“ und erfahren werden können und Lust auf Sprache und Bewegung machen.

Marina Kuhr ist Bewegungswissenschaftlerin sowie Sport- und Deutschlehrerin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften der Universität Osnabrück. Hier leitet sie seit 2015 Angebote zur bewegungsorientierten Sprachförderung mit geflüchteten Kindern.

 

 

Caterina Schäfer: Psychomotorik – Bewegung als Beziehungsangebot in der Arbeit mit Kindern mit Fluchterfahrung

In den Aussagen „aufeinander zugehen“ oder „in Kontakt treten“ wird deutlich, wie eng das Aufnehmen einer Beziehung mit Bewegungshandlungen in Zusammenhang steht. Was bieten psychomotorische Angebote für Kindergruppen, bei denen auch Kinder mit Fluchterfahrungen teilnehmen? Raum zum Ankommen, Orientieren und Ausprobieren. Raum für Interaktion, Begegnung und Beziehung. Raum der Schutz, Sicherheit und Geborgenheit geben kann, um Vertrauen in sich und seine Umgebung entwickeln und wiederfinden zu können.

Krankheitsbedingt hat Frau Caterina Schäfer kurzfristig den Workshop von Frau Fiona Martzy übernommen.

Elke Ursinus: Spiel ohne Grenzen – Kinder mit Fluchterfahrungen in der KiTa

In diesem Workshop geht es darum, wie wir Kinder (mit Fluchterfahrung) in der Kita begleiten und fördern können, ohne sie zu „bespielen“. Dabei stellt die eigene Haltung bzw. innere Einstellung zu den Kindern einen wichtigen Faktor dar. Inwiefern hat sie Einfluss auf die pädagogische Arbeit mit Kindern?

Elke Ursinus ist Erzieherin und leitet seit 1993 die vom LSB NRW zertifizierte Bewegungs-KiTa Am Königsteich in Westerkappeln. In der KiTa werden seit 20 Jahren Flüchtlingskinder, aktuell aus Syrien, Afghanistan u.a. Ländern, betreut. Damals sah sich die AWO-KiTa ähnlichen Herausforderungen gegenüber wie in der jetzigen Zeit.

 

Daniel Wangler und Ines Weiden (Projektgruppe SmOF): Kleine Spiele aus aller Welt
Ob miteinander oder gegeneinander, im Freien oder drinnen, mit oder ohne Material – Bewegungsspiele können so vielfältig sein, wie es die Mitspielenden zulassen und ausgestalten. Im Workshop soll anhand Kleiner Spiele aus aller Welt erfahren werden, welche grenzübergreifenden Gemeinsamkeiten, aber auch kulturellen Unterschiede im Spiel zum Ausdruck kommen können und wie Spiele genutzt werden können, Kinder mit dieser Vielfalt in Kontakt zu bringen. 

Daniel Wangler und Ines Weiden sind wissenschaftliche Mitarbeiter_innen am Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften. Sie leiten seit 2014 das Projekt „Sport mit Osnabrücker Flüchtlingen“.

 

 

 

 

Am Donnerstag, 16.03.2017, hat eine Fachtagung zum Thema "Sprache bewegt! Im Spiel zur Sprache kommen" im Schloss der Universtiät Osnabrück stattgefunden.

Sprache ist die Voraussetzung für gelingende Bildungsprozesse – aber wie kommt das Kind zur Sprache? Wie kann der Spracherwerb aller Kinder – auch derjenigen, die einer besonderen Unterstützung bedürfen –begleitet werden?  Kinder eignen sich die Sprache vorwiegend spielerisch an, sie  brauchen jedoch eine sprachanregende Umwelt, die sie zur Kommunikation einlädt und Sprachanlässe bietet.


 

Bei der Fachtagung werden Zugänge zur Sprache über Spiel und Bewegung im Vordergrund stehen. Sie setzen nicht an den Defiziten der Kinder an, sondern an den Ressourcen, nutzen die schöpferischen Potenziale der Kinder und verbinden ihre Lust an der Bewegung mit der Lust an der Kommunikation. 

In 2 Vorträgen und 10 Workshops werden u.a. die theoretischen Grundlagen einer bewegungsorientierten Sprachbildung vorgestellt und zahlreiche Beispiele – auch zum selber Mitmachen – für eine bewegte Sprachbildung gegeben, die sich spielerisch und gleichzeitig strukturiert und zielgerichtet im Alltag der Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege einsetzen lässt.

 

Hauptvorträge

 

Prof. Dr. Renate Zimmer: Von Anfang an im Dialog - Wie Kinder die Sprache entdecken.

Prof. Dr. Zimmer ist Professorin für für Sport- und Bewegungswissenschaften an der Uni Osnabrück und Direktorin des Niedersächsischen Institutes für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe). Ihre Arbeitsgruppe beschäftigt sich in verschiedenen Projekten mit alltagsintegrierter und bewegungsbezogener Sprachbildung in der frühen Kindheit. 

 

 

Sophie Reppenhorst & Dr. Nadine Madeira-Firmino: Sprachbildungskompetenzen von pädagogischen Fachkräften stärken

Sophie Reppenhorst ist Rehabilitationswissenschftlerin (MA) und war langjährige Mitarbeiterin in einem Psychomotorischen Förderzentrum. In den vergangenen drei Jahren war sie Mitarbeiterin in der Projektgruppe Sprache und Bewegung des nifbe. Seit 2017 ist sie Referentin für pädagogische Förderkonzepte im MFKJKS NRW. 

 

Dr. Nadine Madeira Firmino ist seit 2016 berufene Professorin der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf im Studiengang Bildung und Erziehung in der Kindheit. Seit 2009 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am nifbe. Ihre Schwerpunkte in Lehre und Forschung sind die bewegungsorientierte Sprachbildung und Beobachtung von Sprachentwicklungsprozessen sowie die frühkindliche Entwicklungsförderung.

 

Nachfolgend finden Sie die Kurzbeschreibungen zu den einzelnen Workshops.

Mareike Braun: Geschichten und Bewegung bringen Sprache ins Rollen.
Wie lässt sich Kindern Sprache leichter und spielerischer näher bringen als über Geschichten? Sie bilden einen lustvollen und für Kinder sinnhaften Zugang zur Sprache und fordern zudem auf zu Bewegung und Spiel. In diesem Workshop sollen verschiedene Geschichten vorgestellt werden, in denen die Sprache spielerisch geweckt und „ins Rollen gebracht“ wird.

Mareike Braun ist Sportwissenschaftlerin und psychomotorische Therapeutin. Nach vielen Jahren als wiss. Mitarbeiterin an der Universität Osnabrück arbeitet sie nun beim Verein für Mototherapie und Psychomotorische Entwicklungsförderung e.V. in Münster. 

 

 

Ingrid Clausmeyer: Und alle drehen sich – Tanzen als Baustein systematischer Sprachförderung
Kindertänze können aufgrund ihrer textlichen Gestaltung vielfältige Anregungen zum Bewegungshandeln bieten. Das Umsetzen von Sprache in Bewegung, besonders in rhythmischen Zusammenhängen, hilft neue Wörter zu verstehen und zu behalten und kann über Modelläußerungen auch den Erwerb grammatischer Strukturen  begünstigen. Im Workshop werden die Kindertänze zunächst vorgestellt.  Zur Unterstützung des systematischen Spracherwerbs  soll das angebotene  Sprachmaterial gemeinsam analysiert  und im Hinblick auf Stolpersteine untersucht werden. Darüber hinaus werden methodische Hilfen zur  sprachförderlichen Gestaltung der Angebote thematisiert.

Ingrid Clausmeyer ist Dipl.Pädagogin und arbeitet in der Lehrerausbildung am Studienseminar und an der Uni Osnabrück. Darüberhinaus ist sie bundesweit als Referentin für bewegte Sprachförderung tätig.

 

 

 

Carolin Eckrodt: BaSiK – Begleitende alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertageseinrichtungen
In diesem praxisorientierten Workshop wird eine alltagsintegrierte Beobachtung der Sprachentwicklung in Kindertageseinrichtungen thematisiert und anhand des Beobachtungsverfahrens BaSiK praktisch verdeutlicht. Sowohl non-verbale als auch verbale Kompetenzen im Spracherwerb von Kindern ab dem ersten Lebensjahr bis zum Schuleintritt können anhand von BaSiK beobachtet und dokumentiert werden. Mit Beispielen wird aufgezeigt, wie das Beobachtungsverfahren im pädagogischen Alltag prozessbegleitend angewendet werden kann.

Carolin Eckrodt, M. Sc. Psychologin, arbeitet seit 2013 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung. Darüber hinaus ist sie Ko-Autorin des Beobachtungsverfahrens BaSiK und als Dozentin für Themen der frühen sprachlichen Entwicklung und Bildung aktiv.

 

Elisabeth König: Sprachbildung für alle - den Kita-Alltag in Bewegung bringen
Die sprachliche Bildung aller Kinder individuell zu unterstützen stellt eine besondere Herausforderung dar. Zur Bewältigung dieser Herausforderung eignen sich Zugänge, die alle Kinder - unabhängig von ihrem sprachlichen Kenntnisstand - erreichen. In diesem Workshop wird das Potenzial von Bewegung als Zugang zur Sprachbildung erfahren. Die TeilnehmerInnen lernen die einzelnen Bereiche der Sprachentwicklung kennen und erhalten Anregungen, wie diese durch Bewegung unterstützt werden können. 

Elisabeth König ist M.A. Motologin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Bewegung und Psychomotorik am Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften der Uni Osnabrück. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt im Bereich der Bewegung und Sprache, speziell in der bewegungsorientierten Unterstützung der Sprachbildung geflüchteter Kinder und Familien.  

 

 

Marina Kuhr: Natur-Wissen-schaf(f)t Sprachanlässe in der Kita
Alltagsintegrierte Sprachbildung durchzieht den gesamten pädagogischen Alltag und somit alle Bildungsbereiche. Auch beim naturwissenschaftlichen Forschen und Handeln lässt sich Sprache nicht nur entdecken, sondern auch gezielt einbringen und erweitern. Im Workshop wird sowohl die Verbindung von Sprachbildung und naturwissenschaftlicher Bildung theoretisch erschlossen als auch durch einen handlungsorientierten Zugang über den Körper und die Bewegung erlebbar gemacht.

Marina Kuhr ist Bewegungswissenschaftlerin sowie Sport- und Deutschlehrerin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften der Universität Osnabrück. Hier leitet sie seit 2015 Angebote zur bewegungsorientierten Sprachförderung mit.

 

 

Farina Leonhard: Wenn nicht alles rund läuft – die häufigsten Sprachauffälligkeiten in der Kita

Die Sprachentwicklung von Kindern erfolgt individuell und vielfältig. Wie dieser Prozess verläuft und welche Stolpersteine dabei auftreten, soll in dem Workshop thematisiert werden. Dabei geht es auch um die Frage: Wie kann ich sprachliche Unterstützung bieten und ab wann gebe ich die Kompetenzen an andere fachliche Experten ab?

Farina Leonhard ist staatl. gepr. Logopädin, Audiva-Therapeutin, Dozentin für verschiedene Bildungsträger und Multiplikatorin für Alltagsintegrierte Sprachbildung und Beobachtung im Elementarbereich. Sie hat die Fachliche Leitung im Zentrum für Kommunikation und Therapie in Lippstadt.

 

 

Dr. Nadine Madeira-Firmino: Mehr als eine Sprache – Bewegungsorientierte Sprachbildung für mehrsprachige Kinder
Wie fühlt es sich an mit mehr als einer Sprache aufzuwachsen? In diesem Workshop werden neben selbstreflexiven Prozessen die Besonderheiten des Mehrsprachenerwerbs reflektiert. Es wird aufgezeigt, wie die Sprachentwicklung in und durch Bewegung im pädagogischen Alltag unterstützt werden kann.

Dr. Nadine Madeira Firmino ist seit 2016 berufene Professorin der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf im Studiengang Bildung und Erziehung in der Kindheit. Seit 2009 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am nifbe. Ihre Schwerpunkte in Lehre und Forschung sind die bewegungsorientierte Sprachbildung und Beobachtung von Sprachentwicklungsprozessen sowie die frühkindliche Entwicklungsförderung.

 

Simone Hartmann: Aus der Leseecke in Bewegung kommen – Bilderbücher, die bewegen

Vorlesen und Bewegen – passt das eigentlich zusammen? Es lohnt sich, dies einmal zu erproben. In diesem Workshop werden verschiedene Ideen und Methoden vorgestellt, wie bewegungs- und handlungsorientierte Elemente mit Vorlese- und Erzählsituationen verknüpft werden können. Eine Geschichte voller Bewegungsthemen wird für vielfältige Spielideen sorgen.

 Simone Hartmann ist Dipl. Heilpädagogin und in einer Kita tätig. Zuvor war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung beschäftigt. Frau Hartmann wird den Workshop von Frau Ricarda Menke übernehmen, da diese kurzfristig krankheitsbedingt ausfällt.

 

Sophie Reppenhorst: Von Wortverdrehungen und Witzen – Das kindliche Spiel mit der Sprache

Humor ist eine wichtige Ressource für eine gelingende kindliche Entwicklung. Die Ausbildung von Humor und Lachen ist an verschiedene Entwicklungsstufen gekoppelt und verändert sich über die Lebensspanne. Ganz eng ist der Humor auch mit der Sprachentwicklung verbunden. Gemeinsam mit den TeilnehmerInnen wird in kurzen Spieleinheiten und anhand von Videosequenzen erarbeitet, wie Humor in der Interaktion mit  Kindern als förderliches Element eingesetzt werden kann. Ein Schwerpunkt liegt hier auch auf dem Themenbereich Literacy und dem dialogischen Vorlesen.

Sophie Reppenhorst ist Rehabilitationswissenschftlerin (MA) und war langjährige Mitarbeiterin in einem Psychomotorischen Förderzentrum. In den vergangenen drei Jahren war sie Mitarbeiterin in der Projektgruppe Sprache und Bewegung des nifbe. Seit 2017 ist sie Referentin für pädagogische Förderkonzepte im MFKJKS NRW.

 

Stefanie Rieger: Hilf mir, es selbst zu sagen - Sprachförderliche Verhaltensweisen und Strategien im Gespräch mit Kindern

Sprachförderliche Verhaltensweisen und Sprachbildungsstrategien bilden das Herzstück einer alltagsintegrierten Sprachbildung. In diesem Workshop wird die Rolle der pädagogischen Fachkraft als Sprachvorbild in den Blick genommen. Es wird erprobt, wie die Kinder mit Hilfe konkreter sprachförderlicher Strategien und Verhaltensweisen alltäglich in ihrer Sprachentwicklung unterstützt werden können.

Stefanie Rieger ist Dipl. Rehabilitationspädagogin und akademische Sprachtherapeutin. Seit 2013 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im nifbe und dort vorrangig zum Thema alltagsintegrierte Sprachbildung und Beobachtung.

 

 

 

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